Kündigungsrecht des Mieters bei unzumutbarem übermäßigem Heizbedarf

Der Mieter ist zu einer außerordentlichen fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigt, wenn der Vermieter innerhalb angemessener Frist in der Wohnung bestehende Schimmelpilzschäden nicht beseitigt und durch Sachverständigengutachten festgestellt wird, dass der Schimmelpilz in den Räumlichkeiten nur vermieden werden kann, wenn der Mieter ein Wohnverhalten an den Tag legt, welches ihm nicht zuzumuten ist.

Im konkreten Fall hat der Sachverständige festgestellt, dass das Schlafzimmer kontinuierlich auf einen täglichen Mittelwert von 20 °C hätte beheizt werden müssen.

 

Amtsgericht Heidelberg, Urteil vom 30.01.2015, Az.: 26 C 260/13